Renaud García-Fons & Derya Türkan

Der französische Kontrabassist Renaud García-Fons zählt zu den renommiertesten Jazz-Kontrabassisten unserer Zeit. Sein Lehrer Francois Rabbath machte García-Fons schon früh mit der arabischen Musik vertraut, was sein musikalisches Schaffen nachhaltig beeinflusste. So arbeite er zusammen mit Interpreten wie Rabih-Abou Khalil, Kudsi Ergüner und Dhafer Youssef.

Da er sich intensiv mit unterschiedlichsten Spieltechniken verschiedener musikalischer Genres beschäftigte, verfügt García-Fons über eine einzigartige Virtuosität auf seinem 5-saitigen Instrument. Neben einer ausgefeilten Zupf- und Streichtechnik, nutzt García-Fons seinen Bogen perkussiv.

Der Kemençe-Spieler Derya Türkan stammt aus Istanbul, wo er 1995 am Music State Conservatory graduierte. Er war Teil des Istanbul State Turkish Music Ensemble, spielte für das türkische Radio und begleitete die Kudsi Ergüner Group auf Tourneen durch die Türkei, USA und Europa. Er gilt als ein Meister auf der Kemençe, einer kleinen Laute, die senkrecht auf dem Schoß gehalten und mit dem Bogen gestrichen wird. Ihre Saiten werden – anders als bei einer Geige – nicht heruntergedrückt, sondern seitlich mit dem Fingernagel tangiert und in der Schwingung geteilt.

2014 spielte Türkan gemeinsam mit García-Fons das Album „Silk Moon“ ein. Ihre Eigenkompositionen verbinden orientalischen Maqam und den andalusischen Cante jondo und entlocken dem Duo aus Kontrabass und Kemençe Klänge eines ganzen Orchesters.